15 Management-Krankheiten frei nach Papst Franziskus

12. Mai 2015
Tiziana Fabi / Getty Images

4. Teil: Ruhmsucht, Schizophrenie, Nörgelei

  1. 7. Die Krankheit der Rivalität und Ruhmsucht. Wenn äußerer Schein, Vergünstigungen und Titel zum vorrangigen Lebensziel werden, vergessen wir unsere eigentliche Pflicht als Führungskräfte - "nichts aus Egoismus oder Überheblichkeit zu tun, sondern demütig zu bleiben und andere Menschen höher einzustufen als uns selbst". [Als Führungskräfte dürfen wir] nicht nur an [unsere] eigenen Interessen denken, sondern müssen uns auch um die Interessen anderer Menschen kümmern.
  1. 8. Die Krankheit der existentiellen Schizophrenie. An diesem Krankheitsbild leiden Menschen, die ein Doppelleben führen. Dieses Doppelleben erwächst aus der Heuchelei mittelmäßiger Menschen, die von einer fortschreitenden inneren Leere befallen sind - einer Leere, die [kein Erfolg und] kein Titel ausfüllen kann. Diese Krankheit trifft besonders häufig Manager, die nicht mehr direkt mit ihren Kunden und Angestellten in Kontakt stehen, sich auf die Erledigung bürokratischer Aufgaben beschränken und so den Kontakt zur Realität und zu "ganz normalen" Menschen verlieren.
  1. 9. Die Krankheit des Tratschens, Nörgelns und Verleumdens. Das ist eine schwere Erkrankung, die scheinbar harmlos - vielleicht einfach nur mit banalem Smalltalk - beginnt und mit der Zeit immer stärker von einem Menschen Besitz ergreift, sodass er bald nur noch Misstrauen und Zwietracht säen kann und zum kaltblütigen Rufmörder seiner Kollegen wird. Dies ist ein typisches Leiden feiger Menschen, die nicht den Mut haben, offen ihre Meinung zu sagen, und stattdessen hinter dem Rücken ihrer Mitmenschen lästern. Hüten wir uns vor diesem Terrorismus des Tratschs!

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Kommentare
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MarcoHass 15.05.2015

Witzig! Die teilweise überzogenen Darstellungen helfen dem Leser ein tieferes Verständnis für die Kernaussage dieses Artikels zu erhalten. Doch Papst- und Demutsforderungen für sich werden "kranke" Führungskräfte nicht heilen. Dazu braucht es äußere Dissonanz und Autokratie sowie optimaler Weise auch noch innere Offenheit und Willen, "Heilung" (Veränderungen) zu zulassen. Die häufigste Strategie von darunter Leidenden ist Aussitzen, Klappe halten, Kuschen und Dienst nach Vorschrift. Die Wurzeln der genannten Krankheiten können meiner Meinung nach, bei den vorhandenen Dominanzhierarchien, durch Revolution oder evolutionäres Umdenken in Aufsichtsgremien und Top Management herbeigeführt werden. Einen dritten Weg sehe ich noch im Zusammenbruch der Weltwirtschaft (äußere Dissonanz). Mein Fazit zu diesem und anderen Beiträgen die sich mit Führungsdefiziten beschäftigen ist, dass diejenigen, die diese Probleme verursacht haben meistens nicht diejenigen sind, die diese auch wieder lösen. Ohne revolutionäres oder evolutionäres HANDELN geht jedoch gar nichts. MarcoHass et aol com

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